DFTA schult Klingele-Team am Standort Hilpoltstein
von Ansgar Wessendorf,
Die Teilnehmenden des DFTA-Inhouse-Trainings bei Klingele in Hilpoltstein mit Trainingsleiterin Anke Frieser-Tausch
(Quelle: Klingele)
Bei einem Inhouse-Training der DFTA am Klingele-Standort Hilpoltstein standen die Zusammenhänge zwischen Druckvorstufe, Druckform, Maschineneinstellung und Druckergebnis im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden setzten die vermittelten Inhalte direkt an der Flexodruckmaschine um.
Das Training für die Klingele Paper & Packaging Group wurde von Anke Frieser-Tausch geleitet. Kurze theoretische Einheiten wechselten sich mit praktischen Übungen an der Maschine ab. Ziel war es, die einzelnen Einflussgrößen im Flexodruck nachvollziehbar zu machen und das Wissen unmittelbar auf den Produktionsprozess zu übertragen.
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Ein zentraler Bestandteil war eine eigens für die Schulung entwickelte Testform. Sie entstand gemeinsam mit dem DFTA-Mitglied Heinerich GmbH Flexoklischee & Digitaldruck, das die Bereiche Druckvorstufe und Druckformen einbrachte. Anhand der Testform konnten die Teilnehmenden Prozesszusammenhänge untersuchen, typische Fehlerbilder systematisch analysieren und die Druckqualität anhand gemeinsamer Kriterien bewerten.
Kurze theoretische Einheiten wechselten sich mit praktischen Übungen an der Maschine ab (Quelle: Klingele)
Die Kombination aus Theorie, standardisierter Testform und praktischer Umsetzung sollte den Teilnehmenden eine Grundlage für die Beurteilung und Optimierung ihrer eigenen Produktionsprozesse vermitteln.
Hilpoltstein als Produktionsstandort
Das Wellpappenwerk Hilpoltstein besteht seit 1959 und versorgt Kunden in Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Österreich. Am Standort arbeiten nach aktuellen Unternehmensangaben mehr als 221 Beschäftigte. Die Werkleitung liegt bei Bernhard Harrer.
In den vergangenen zehn Jahren investierte Klingele nach eigenen Angaben rund 30 Millionen Euro in Produktionstechnik und Energieversorgung. Auf dem Werksdach befindet sich zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 5700 Quadratmetern. Ihre Jahresproduktion gibt das Unternehmen mit rund 402.000 Kilowattstunden an.
Zum Leistungsspektrum des Werks gehören Verpackungsentwicklung und -optimierung, Laborleistungen, technische Beratung und Druckberatung. Dass der Standort auch mehrfarbigen Flexodirektdruck einsetzt, zeigt ein von Klingele veröffentlichtes Anwendungsbeispiel: Eine Verkaufsverpackung für einen Snack von Zott wurde in Hilpoltstein mit sechs Farben und Lack produziert.
Klingele Paper & Packaging Group beschäftigte die Gruppe 2025 rund 3.100 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro. Zu den insgesamt 30 Standorten zählen drei Papierfabriken, 13 Wellpappenwerke, acht Verarbeitungswerke und drei Kraftwerke. Die operativen Bereiche sind in die Divisionen Paper und Packaging gegliedert.
Damit umfasst die Gruppe mehrere Stufen der Wertschöpfung: die Herstellung von Wellpappenrohpapier, die Produktion von Wellpappe sowie deren Verarbeitung zu Transport-, Verkaufs- und Versandverpackungen. Hinzu kommen unter anderem Displays, Trays, Shelf-Ready-Verpackungen sowie Lösungen für Gefahrgut, Groß- und Schwergüter. Zu den Abnehmerbranchen gehören Lebensmittel und Getränke, Konsumgüter, Handel, E-Commerce sowie Industrie und Logistik.