AVT AutoEdit AI bewertet erfasste Druckfehler

KI-gestützte Klassifizierung nach der Druckinspektion

AVT AutoEdit AI bewertet erfasste Druckfehler
AutoEdit AI klassifiziert die vom Helios-Inspektionssystem erfassten Druckfehler. Unsichere Fälle werden dem Bediener zur abschließenden Prüfung vorgelegt (Quelle: AVT)

AVT hat AutoEdit AI für seine Helios-Systeme zur 100-Prozent-Druckinspektion verfügbar gemacht. Das KI-gestützte Modul klassifiziert erfasste Druckfehler und unterstützt die Entscheidung, welche Abschnitte einer bedruckten Rolle in der Weiterverarbeitung entfernt werden müssen. Für den Verpackungsdruck ist dabei auch die Dokumentation der Qualitätsentscheidungen relevant, etwa bei Anwendungen für Lebensmittel, Pharmazeutika und Körperpflegeprodukte.

Während das Inspektionssystem Fehler bei Produktionsgeschwindigkeit erfasst, erfolgt deren anschließende Bewertung häufig manuell: Bediener prüfen die protokollierten Fehler anhand einer virtuellen Rolle und entscheiden, welche Bereiche verkaufsfähig sind und welche am Rollenschneider entfernt werden sollen. Nach Angaben von AVT erhöhen kleinere Auflagen, mehr Varianten und personalisierte Druckaufträge den Aufwand für diese Prüfung.

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AutoEdit AI setzt nach der Helios-Inspektion und vor der automatischen Ausschleusung von Makulatur über AVT Workflow Link am Rollenschneider an. Das Modul ordnet jeden erfassten Fehler einer von drei Kategorien zu: verkaufsfähig, nicht verkaufsfähig oder abschließend zu prüfen. Fälle, die das Modell nicht sicher beurteilen kann, werden dem Bediener zur Entscheidung vorgelegt.

Integration in den bestehenden Arbeitsablauf

Das Modul läuft innerhalb des PrintFlow Manager. Über diese Oberfläche prüfen Bediener bereits die virtuelle Rolle und steuern den Weiterverarbeitungsablauf. Die Klassifizierung wird dort angezeigt; eine zusätzliche Bedienstation ist nicht erforderlich. Nach Angaben von AVT soll dies den manuellen Prüfaufwand reduzieren und einheitlichere Entscheidungen zwischen Bedienern und Schichten unterstützen.

AVT hat das Modell zentral mit Produktionsdaten aus unterschiedlichen Verarbeitungsbetrieben, Anwendungen, Bedruckstoffen und Qualitätsanforderungen der jeweiligen Endmärkte trainiert. Kundeneigene Auftragsdaten verbleiben laut Unternehmen beim Kunden. Weiterentwicklungen des Modells werden über regelmäßige Updates bereitgestellt.

Qualitätsentscheidungen werden dokumentiert

Jede Klassifizierung sowie jede Korrektur durch den Bediener wird in PrintFlow protokolliert. Dadurch entsteht ein nachvollziehbarer Prüfpfad, der sich laut AVT in die Qualitätsdokumentation für Markenartikler integrieren lässt. Die abschließende Beurteilung unsicherer Fälle bleibt beim Menschen.

AutoEdit AI ist im Abonnement für bestehende AVT-Helios-Installationen erhältlich. Zum Lieferumfang gehören die Software und die für den Betrieb der KI-Modelle erforderliche dedizierte Verarbeitungshardware. Die Installation erfolgt ergänzend zum vorhandenen Helios-System.