TPL erweitert BOPP-Portfolio

Hitzebeständige Folien für hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten

Hitzebeständige Folien für hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten
Die hitzebeständigen BOPP-Folien CTF-K414, CRF-K414 und DTF-K414 sind für den Konterdruck auf der jeweils nicht hitzebeständigen Seite ausgelegt. Die matte Variante wird auf der glänzenden Rückseite bedruckt. (Quelle: TPL)

TPL hat mehrere hitzebeständige BOPP-Folien für thermisch anspruchsvolle Verpackungsprozesse vorgestellt. Die Typen sind unter anderem für große Beutel, Heißabfüllanwendungen, Bag-in-Box-Systeme und schnell laufende Form-Fill-Seal-Anlagen ausgelegt.

Die neuen, nicht heißsiegelfähigen Folien sollen sich auch bei hohen Verarbeitungstemperaturen formstabil und mit konstanter Qualität verarbeiten lassen. Nach Angaben von TPL begrenzt eine kontrollierte lineare Schrumpfung die Verformung unter thermischer Belastung. Ein angepasstes Gleitverhalten bei erhöhten Temperaturen (Hot Slip) sowie definierte Reibungskoeffizienten (COF) sollen einen stabilen Materiallauf auf Hochgeschwindigkeitsanlagen unterstützen.

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TPL bietet die Folien als transparente Standardausführung CTF-K414 und als Hochleistungsvariante CRF-K414 an. CTF-K414 ist laut technischem Datenblatt bis 160 °C hitzebeständig, CRF-K414 bis 185 °C. Beide Typen sind auch mit einer Dicke von 12 µm erhältlich, wodurch sich der Materialeinsatz reduzieren lässt. Ergänzt wird das Sortiment durch die matte Ausführung DTF-K414, deren Hitzebeständigkeit TPL mit bis zu 160 °C angibt.

Für den Konterdruck ausgelegt

Alle drei Folientypen sind beidseitig oberflächenbehandelt und weisen laut Hersteller eine Oberflächenspannung von 38 dyn/cm auf. Bedruckt wird jeweils die dafür vorgesehene, nicht hitzebeständige Seite. TPL beschreibt die Folien als bei hohen Geschwindigkeiten bedruckbar und nennt eine gute Farbhaftung.

CTF-K414 und CRF-K414 sind für den Einsatz als transparent-glänzende, im Konterdruck bedruckte Außenschicht mehrlagiger Verbunde vorgesehen. Bei DTF-K414 bleibt die matte, hitzebeständige Seite außen, während die glänzende Seite rückseitig bedruckt wird.

Vor der Verarbeitung empfiehlt TPL, die Oberflächenbehandlung zu prüfen. Hat diese nachgelassen, kommen laut Hersteller eine Inline-Corona-Nachbehandlung, eine höhere Klebstoffauftragsmenge oder ein geeigneter Primer infrage. Die hitzebeständige Seite sollte jedoch nicht nachbehandelt werden, da dies ihre thermischen Eigenschaften beeinträchtigen kann. Für wasserbasierte Druckfarben und Klebstoffe sind die drei Folientypen nach Angaben von TPL nicht geeignet.

Monomaterialstrukturen auf PP-Basis

Die hitzebeständigen BOPP-Folien ermöglichen den Aufbau von Monomaterialverpackungen auf PP-Basis. Solche Strukturen können das mechanische Recycling erleichtern, sofern geeignete Sammel-, Sortier- und Verwertungswege vorhanden sind. Damit sollen die Folien die Entwicklung recyclinggerechter Verpackungen im Hinblick auf die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR unterstützen.

Zum BOPP-Portfolio von TPL gehören außerdem Ultrahochbarrierefolien und matte Folien mit geringer Dichte. Das Unternehmen begleitet Verarbeiter nach eigenen Angaben bei der Materialauswahl und bei der Entwicklung anwendungsspezifischer Verpackungsstrukturen.

Über TPL

TPL (Transparent Paper Ltd.) mit Hauptsitz in Zürich beliefert die flexible Verpackungsindustrie und Hersteller technischer Anwendungen. Das Familienunternehmen führt nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Tonnen BOPET-, BOPA- und BOPP-Folien sowie Aluminiumfolien, Shrink-Sleeve-Materialien und Barrierepapiere auf Lager.