Bekenntnis zum Standort Deutschland: Verpa Folie erweitert Produktion in Weidhausen
Neue Halle schafft Platz für acht Folienblasanlagen
von Ansgar Wessendorf,
Verpa Folie hat am Standort Weidhausen Richtfest für eine 53 × 42 Meter große und 20 Meter hohe Produktionshalle gefeiert. Künftig sollen dort acht Folienblasanlagen betrieben werden (Quelle: Verpa Folie)
Verpa Folie erweitert seinen Produktionsstandort in Weidhausen. Die neue Halle soll zusätzliche Kapazitäten schaffen, Produktionsprozesse verbessern und den verstärkten Einsatz von Recyclingmaterial ermöglichen. Bereits Mitte Juni feierte das Unternehmen gemeinsam mit Beschäftigten und Projektbeteiligten das Richtfest.
Die neue Produktionshalle misst 53 × 42 Meter und erreicht eine Höhe von 20 Metern. Verpa Folie will damit seine Produktionskapazitäten am deutschen Standort ausbauen. Nach Unternehmensangaben soll die Investition zugleich zur Versorgungssicherheit und zu stabilen Lieferketten beitragen.
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Am Richtfest nahmen die Geschäftsleitung, Beschäftigte sowie die beteiligten Projektpartner teil. Geschäftsführer André Baumann erläuterte die Möglichkeiten, die sich durch die Erweiterung ergeben. Nach einer Ansprache des verantwortlichen Architekten wurde der traditionelle Richtspruch gesprochen.
Vom Handelsunternehmen zum Folienhersteller
Verpa Folie wurde 1979 von Joachim Baumann mit Unterstützung von Peter Griebel zunächst als Handelsunternehmen gegründet. Die eigene Folienproduktion begann 1988 mit zwei Extrusionsanlagen und einer monatlichen Produktionsmenge von 80 Tonnen. Seit 2011 firmiert das Unternehmen am Stammsitz als Verpa Folie Weidhausen GmbH.
Heute wird das Familienunternehmen in dritter Generation geführt. Nach eigenen Angaben beschäftigt die Unternehmensgruppe mehr als 600 Mitarbeiter an acht Standorten. Zu den Produktionsstandorten gehören Weidhausen und Gunzenhausen sowie Werke in Polen und Tschechien. Darüber hinaus ist Verpa mit einer Gesellschaft in den USA vertreten.
Das Unternehmen entwickelt und produziert Verpackungsfolien aus Polyethylen für unterschiedliche Branchen und Anwendungen. Zum Leistungsspektrum gehören neben der Extrusion auch Bedruckung, Konfektionierung und Recycling. 2019 nahm Verpa in Weidhausen ein eigenes Recyclingzentrum in Betrieb. An den Produktionsstandorten werden nach Unternehmensangaben sortenreine Folienabfälle aus Kundenrückführungen zu Granulat verarbeitet und erneut für die Folienherstellung eingesetzt.
Platz für drei zusätzliche Anlagen
Nach Abschluss des Rohbaus beginnt der Innenausbau. Vorgesehen sind Installationen für Strom, Wasser, Druckluft und Kältetechnik. Darüber hinaus werden Produktionsanlagen, ein Hallenkran sowie die Gebäude- und Sicherheitstechnik eingerichtet. Die erste Maschine soll noch im laufenden Quartal in Betrieb genommen werden. Weitere Anlagen sollen schrittweise folgen.
Künftig sollen in der Halle acht Folienblasanlagen betrieben werden. Die Erweiterung schafft Platz für drei zusätzliche Produktionsanlagen und zehn weitere Granulatsilos. Nach Angaben von Verpa Folie soll auf den Anlagen verstärkt Recyclingmaterial verarbeitet werden.
Längere Kühlstrecken für die Folienproduktion
Die Hallenhöhe von 20 Metern ermöglicht längere Kühlstrecken für die Folienblasanlagen. Dadurch sollen sich nach Angaben des Unternehmens die Produktionsprozesse und die Produktqualität verbessern. Eine übersichtliche Anordnung der Maschinen und mehr Platz im unmittelbaren Anlagenumfeld sollen außerdem die internen Abläufe erleichtern.
Moderne Kälte- und Hallenkühltechnik soll die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten verbessern. Energieeffiziente Kältetechnik sowie die Nutzung der im Produktionsprozess entstehenden Abwärme sind ebenfalls Bestandteil des Hallenkonzepts.
Ausbau des deutschen Produktionsstandorts
Mit der Investition erweitert Verpa Folie seine Produktionsmöglichkeiten in Weidhausen und schafft die technische Grundlage für weiteres Wachstum. Der Ausbau soll dem Unternehmen ermöglichen, zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen und zugleich den Material- und Energieeinsatz in der Folienproduktion weiterzuentwickeln. Damit bekennt sich Verpa Folie nach eigenen Angaben langfristig zur Produktion in Deutschland.