Schelling entwickelt recyclebares Barrierepapier für Verpackungsanwendungen
von Ansgar Wessendorf,
Das neue Barrierepapier der Schelling AG basiert vollständig auf Papier und soll gesetzliche Anforderungen an Lebensmittelverpackungen mit Recyclingfähigkeit im Altpapierkreislauf verbinden
(Quelle: Scheling)
Die Schelling AG hat Anfang 2026 ein neues papierbasiertes Verpackungsmaterial vorgestellt, das Barriereeigenschaften für Lebensmittel- und Konsumgüterverpackungen mit Recyclingfähigkeit im Altpapierkreislauf verbinden soll.
Nach Angaben des Unternehmens erfüllt das Material die gesetzlichen Anforderungen an Schutzfunktionen für Lebensmittelverpackungen und besteht vollständig aus Papier. Die Barrierewirkung wird durch einen wasserbasierten Dispersionslack erzielt, der auf Papier-, Karton- oder Wellpappsubstrate aufgetragen wird. Die Beschichtung schützt gegen Wasser, Sauerstoff sowie Fett und soll damit unterschiedliche Anforderungen moderner Verpackungsanwendungen abdecken.
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Einsatz in unterschiedlichen Verpackungsformaten
Als mögliche Einsatzbereiche nennt Schelling unter anderem Verpackungen für Waschpulver, Tabs, Tiernahrung, Cerealien oder Süßwaren. Darüber hinaus eigne sich das Material für Flowpack-Anwendungen bei Riegeln oder losen Produkten.
Nach Unternehmensangaben konnte das Barrierepapier bereits auf standardisierten Abfüllanlagen getestet werden. Zusätzliche Investitionen in bestehende Produktionsprozesse seien dadurch nicht erforderlich. Die Materialkosten hängen laut Schelling insbesondere von den eingesetzten Rohstoffen sowie der jeweiligen Beschichtungsdicke ab.
Fokus auf Kunststoffsubstitution
Das neue Material ist Teil der Unternehmensinitiative „Substitutes Green“, mit der Schelling bestehende Kunststoffverpackungen und Verpackungseinlagen durch alternative Materialien ersetzen möchte. Vor diesem Hintergrund bewertet das Unternehmen auch die Anforderungen der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) als Chance für die Weiterentwicklung papierbasierter Verpackungslösungen.
Die Schelling AG produziert überwiegend für den Schweizer Markt, exportiert nach eigenen Angaben jedoch auch Verpackungslösungen nach Deutschland und Frankreich.