W&H und Dow zeigen in Brasilien Lösungen für produktivere Verpackungsprozesse
von Ansgar Wessendorf,
Die Teilnehmer konnten eine 9-lagige Varex II-Anlage mit integrierter MDO-Technologie im Betrieb beobachten
(Quelle: W&H)
Windmöller & Hölscher (W&H) und Dow luden Kunden aus der Branche für flexible Verpackungen zu einer gemeinsamen Innovationsveranstaltung in die Dow Pack Studios in Jundiaí, Brasilien, ein. Im Mittelpunkt standen neue Marktanforderungen und die Frage, wie Hersteller ihre Produktivität steigern, Prozesse effizienter gestalten und ihre Verpackungen im Markt differenzieren können.
Material und Verarbeitung aufeinander abstimmen
Die Veranstaltung fand bereits im Sommer 2026 parallel zur FISPAL-Messe in São Paulo statt und brachte die Materialkompetenz von Dow mit dem Verarbeitungs-Know-how von W&H zusammen. Dow stellte seine jüngste Plastomerentwicklung AFFINITY 2.0 vor. Nach Angaben des Unternehmens verbindet das Material gute Siegeleigenschaften mit einer geringen Verblockungsneigung während der Extrusion. W&H präsentierte dazu Maschinentechnologien, mit denen Verpackungshersteller die Leistung ihrer Anlagen steigern, Prozesse stabilisieren und die Produktion effizienter gestalten können.
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Außerdem stellte W&H mit EASY2 Run, Arctis HALO und einer MDO-Barrierefolie drei Entwicklungen näher vor, die das Unternehmen erstmals auf der K 2025 gezeigt hatte. Im Fokus stand ihr Einsatz bei der Herstellung flexibler Verpackungen.
Live-Schaltung nach Freeport
Per Live-Schaltung in die Dow Pack Studios in Freeport, USA, beobachteten die Teilnehmer eine Varex II für neunschichtige Blasfolien mit integrierter MDO-Technologie im Betrieb. Im direkten Austausch mit dem Team vor Ort konnten sie Fragen stellen, Erfahrungen teilen und verschiedene Prozesskonzepte und Anwendungen für längsorientierte Folien diskutieren.
Maschinenvorführung in Jundiaí
Zum Abschluss wurde das neue Dow-Plastomer auf der in Jundiaí installierten Neunschicht-Blasfolienextrusionsanlage Varex II verarbeitet. Die Vorführung sollte zeigen, wie sich Material und Extrusionstechnik unter Produktionsbedingungen aufeinander abstimmen lassen, um höhere Durchsätze, stabile Prozesse und die gewünschten Verpackungseigenschaften zu erreichen.
Rückmeldungen aus der Praxis
Nach Angaben der Veranstalter kam die Kombination aus praxisorientierten Vorträgen, standortübergreifendem Fachaustausch und Live-Vorführungen bei den Teilnehmern gut an. Dow und W&H hatten im Vorfeld gemeinsame Testläufe durchgeführt, um Lösungen und Ergebnisse für konkrete Produktionsanforderungen der Kunden präsentieren zu können. Die Veranstaltung bot Rohstofflieferant, Maschinenbauer und Verpackungsherstellern Gelegenheit, diese Ansätze gemeinsam zu diskutieren.