Druckinspektion und Maschinensteuerung

AVT und Mark Andy verzahnen ihre Technologien

AVT und Mark Andy verzahnen ihre Technologien
AVT und Mark Andy verbinden Druckinspektion und Maschinentechnik: Erste gemeinsame Entwicklungen sind eine automatische Registerregelung und die Integration von AVT-Produktionsdaten in MA ProWorx.(Quelle: AVT)

AVT und Mark Andy haben eine strategische technische und kommerzielle Partnerschaft geschlossen. Ziel ist es, Druckinspektion, Maschinensteuerung und Produktionsdaten enger miteinander zu verbinden. Auf der LOUPE Americas vom 15. bis 17. September 2026 in Chicago stellen die Unternehmen die ersten beiden gemeinsamen Entwicklungen vor: eine Registerregelung mit geschlossenem Regelkreis und eine Integration von AVT-Daten in die Plattform MA ProWorx.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen zwei Aufgaben in der Etiketten- und Verpackungsproduktion: die Reduzierung der Anlaufmakulatur und die Prozesskontrolle während des Druckens. Dafür stimmen die Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsplanung aufeinander ab. Mark Andy bringt seine Druckmaschinentechnik ein, AVT die Druckinspektion und die Auswertung der dabei erfassten Daten.

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„Indem wir unsere Entwicklungspläne aufeinander abstimmen und die Druckmaschinentechnik von Mark Andy mit der Inspektions- und Datenanalysekompetenz von AVT verbinden, können wir Funktionen entwickeln, die keines der beiden Unternehmen allein realisieren könnte, und sie schneller auf den Markt bringen“, sagt Guy Yogev, Vice President Marketing & Product bei AVT.

Registerregelung bezieht Lackschichten ein

Die erste gemeinsame Entwicklung ist eine Registerregelung mit geschlossenem Regelkreis für Maschinen der Mark Andy Performance Series und HD Series. Das System soll die Anlaufmakulatur verringern und das Register während der Produktion konstant halten. Nach Angaben der Unternehmen erfolgen die Korrekturen im laufenden Betrieb automatisch und ohne Bedienereingriff.

Die Regelung erfasst auch unsichtbare Lack- und Beschichtungsschichten. Damit bezieht sie Schichten ein, deren passgenaue Positionierung eine hohe Qualitätsanforderung darstellt. In hybriden Produktionsabläufen regelt das System das Register von Flexo- und Digitaldruckfarben automatisch innerhalb einer Maschinenlänge.

Produktionsdaten über Maschinen und Standorte hinweg

Die zweite Entwicklung betrifft die Nutzung der Inspektionsdaten für die Produktionsauswertung. Über ein neues zentrales Business-Intelligence-Modul fließen die von AVT erfassten Maschinendaten direkt in die Plattform MA ProWorx ein. Druckereien erhalten damit eine gemeinsame Sicht auf die Produktionsleistung verschiedener Maschinen und Standorte.

Die Integration ermöglicht es, Aufträge maschinen- und standortübergreifend zu vergleichen. Die während der Inspektion gewonnenen Daten sollen so über die unmittelbare Qualitätskontrolle hinaus für die Bewertung und Verbesserung von Produktionsabläufen nutzbar werden.

Benjamin Luly, Produktmanager bei Mark Andy, beschreibt die Verbindung von Inspektion, Druckmaschinentechnik und Software als Kern der Zusammenarbeit: „Wir sehen AVT als unseren Partner für Automatisierung. Die Inspektions- und Datenanalysefunktionen von AVT, integriert in die Druckmaschinentechnik von Mark Andy und die Plattform MA ProWorx, ermöglichen Druckereien einen Automatisierungsgrad und einen Einblick in ihre Produktion, die sonst nur schwer zu erreichen wären.“

Die beiden Messepremieren bilden den Auftakt einer langfristig angelegten Zusammenarbeit. Nach Angaben der Partner laufen bereits Arbeiten an weiteren gemeinsamen Entwicklungen.