Verpackungsdruck – großformatiger Bogenoffset

Heidelberg übernimmt Servicegeschäft von manroland sheetfed und baut Marktposition aus

Heidelberg übernimmt Servicegeschäft von manroland sheetfed und baut Marktposition aus
Heidelberg unterstützt manroland-Kunden beim Weiterbetrieb ihrer Systeme und bietet optional den Umstieg auf modernste Speedmaster-Technologie an (Quelle: Heidelberg)

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat die Übernahme wesentlicher Teile des Lifecycle-Geschäfts sowie der globalen Vertriebs- und Serviceorganisationen von manroland sheetfed angekündigt. Mit der Transaktion stärkt das Unternehmen seine Position im internationalen Druckmaschinenmarkt und erweitert zugleich sein Service- und Ersatzteilgeschäft deutlich.

Kern der Vereinbarung ist die Übernahme des weltweiten Service- und Ersatzteilgeschäfts von manroland sheetfed einschließlich der zugehörigen Technologie- und Schutzrechte sowie rund 35 international tätiger Vertriebs- und Servicegesellschaften. Etwa 600 Mitarbeitende wechseln im Zuge der Integration zu Heidelberg.

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Nach Angaben des Unternehmens steht zunächst die Sicherstellung des laufenden Betriebs der weltweit installierten manroland-Maschinenbasis im Vordergrund. Heidelberg übernimmt dazu den Service sowie die Ersatzteilversorgung für mehr als 3.000 Nutzer von manroland-Systemen. Bestehende Ansprechpartner und lokale Strukturen sollen weitgehend erhalten bleiben.

„Mit dieser Transaktion stellen wir sicher, dass das übernommene Geschäft von manroland zuverlässig weiterbetrieben werden kann“, erklärte Heidelberg-Vorstandsvorsitzender Jürgen Otto. Die Zusammenführung der Service- und Vertriebsaktivitäten stärke die Rolle des Unternehmens als globaler Systemanbieter und sichere die Versorgung der Kunden weltweit.

Auch die Eigentümerseite von manroland sheetfed bewertet den Schritt als langfristige Lösung. Anthony Langley, Vorstandsvorsitzender und CEO der Langley Holdings plc, sprach von einer Integration in eine Organisation, die über die notwendige Größe und Infrastruktur verfüge, um Kunden dauerhaft zu unterstützen.

Mit der Übernahme erhält Heidelberg zugleich die Rechte an der Großformat-Plattform Roland 900 beziehungsweise Cartonmaster. Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben derzeit verschiedene Optionen für Produktion und Weiterentwicklung dieser Maschinenreihe. Konkrete Entscheidungen hierzu wurden bislang jedoch nicht bekannt gegeben.

Strategisch verfolgt Heidelberg mit der Transaktion das Ziel, den Anteil wiederkehrender Umsätze im Service-, Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialgeschäft auszubauen. Die Integration eröffnet dem Unternehmen zudem einen direkten Zugang zu einer zusätzlichen Kundenbasis, der künftig auch für den Vertrieb eigener Technologien genutzt werden könnte. Heidelberg verweist in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit eines späteren Umstiegs von manroland-Kunden auf aktuelle Speedmaster-Systeme.

Branchenbeobachter dürften die Übernahme vor allem als weiteren Schritt zur Konsolidierung eines seit Jahren von strukturellem Wandel geprägten Marktes werten. Während Heidelberg die Sicherung von Servicekontinuität und Kundennähe betont, bleibt abzuwarten, in welchem Umfang sich die Integration der internationalen Organisationen sowie die langfristige wirtschaftliche Nutzung der übernommenen Geschäftsbereiche tatsächlich in zusätzlichem Wachstum niederschlagen werden.

Mit der Einbindung der manroland-Aktivitäten erweitert Heidelberg sein weltweites Servicenetzwerk und stärkt seine Präsenz in mehr als 170 Ländern. Zugleich wächst die Bedeutung des Service- und Lifecycle-Geschäfts als strategische Säule neben dem klassischen Maschinenverkauf weiter.