Jetzt erschienen! Die neue Ausgabe von "VerpackungsDruck & Converting" mit dem Special "Packaging Films & Converting"

70 Jahre Fortschritt und Wandel

Jetzt erschienen! Die aktuelle VerpackungsDruck & Converting 5-2026 (November-Ausgabe)

Ein Jubiläum lädt zum Rückblick ein. Beim Tiefdruck lohnt der Blick auf die Brüche ebenso wie auf die Erfolge. Als 1956 die European Rotogravure Association (ERA) gegründet wurde, prägten Zeitschriften und Kataloge in hohen Auflagen das Verfahren. Heute stehen Verpackungen und Dekore im Mittelpunkt des Verbandes, der seit 2025 Global Rotogravure Association (GRA) heißt.

Der Aufstieg des Verpackungstiefdrucks seit den 1960er- und 1970er- Jahren hatte ein technisches Fundament: reproduzierbare Qualität, hohe Geschwindigkeiten und langlebige Druckformen. Elektromechanische Gravur, elektrostatische Druckhilfe und automatische Registerregelung machten den Prozess leistungsfähiger und beherrschbarer. Dahinter standen Unternehmen und Fachleute, die Komponenten verbesserten und deren Zusammenspiel verstanden. Der Verband bot ihnen ein Forum für den Austausch.

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Das aktuelle Special “Packaging Films & Converting 2-2026”

Technik im Wettbewerb

Doch technische Stärke sichert keinen Markt auf Dauer. Das zeigt der Rückgang des europäischen Publikationstiefdrucks. Auch im Verpackungsdruck fordern kleinere Auflagen und ein leistungsfähigerer Flexodruck das Verfahren heraus.

Zugleich berichtet GRA-Präsident Simon Sonn von wachsenden Märkten in Teilen Asiens und Afrikas. Wer die Zukunft des Tiefdrucks allein aus europäischer Sicht beurteilt, greift zu kurz.

Den Prozess weiterentwickeln

Antworten auf den Wettbewerb entstehen entlang der Prozesskette: durch automatisierte Zylinderfertigung, messbare Oberflächenqualität, geregelte Farbübertragung und kürzere Auftragswechsel. Feste Farbsätze und digital hinterlegte Maschineneinstellungen sollen den Rüstaufwand verringern. Ob sich diese Lösungen rechnen, hängt vom Auftragsspektrum ab. Modernisierte Tiefdruckmaschinen müssen ihre Wirtschaftlichkeit im Betrieb beweisen.

Differenziert ist die ökologische Bilanz zu betrachten. Materialeinsatz, Makulatur, Trocknungsenergie und Lösemittel gehören zusammen. Pauschale Nachhaltigkeitsurteile über ein Druckverfahren helfen wenig. Gefragt sind belastbare Daten und nachvollziehbare Vergleiche. Alternative Zylinderbeschichtungen zeigen zudem, wie tief Veränderungen in bestehende Fertigungsabläufe eingreifen können.

Themen und Inhalte der neuen “VerpackungsDruck & Converting 5-2026” und des Special “Packaging & Films 2-2026”

Hier liegt die Aufgabe der GRA im achten Jahrzehnt: Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg zugänglich machen, Standards voranbringen und den Nachwuchs an die Technik heranführen. Denn Automatisierung benötigt Menschen, die Prozesse verstehen und Abweichungen beurteilen können.

Unsere Jubiläumsartikel in dieser Ausgabe von VerpackungsDruck & Converting zeigen, wie viel Fachwissen im Tiefdruck steckt und wie viel Arbeit seine Weiterentwicklung erfordert.

Wir gratulieren der GRA herzlich zu 70 Jahren Verbandsarbeit und wünschen allen, die diese Arbeit tragen, viel Erfolg für die kommenden Aufgaben. Wir freuen uns darauf, weiter zu begleiten, wie dieses Wissen in der Praxis genutzt wird und Neues entsteht.

Herzliche Grüße, Ihr
Ansgar Wessendorf
Chefredakteur VerpackungsDruck & Converting

Wie sehen Sie das? Schreiben Sie mir.
wessendorf@ebnermedia.de

Jetzt downloaden: die aktuelle “VerpackungsDruck & Converting” mit dem neuen Special “Packaging Films & Converting“