Robotik zum Anfassen

KOCH Vorführtag 2026 zeigt, wohin sich die End-of-Line-Automatisierung entwickelt

KOCH Vorführtag 2026 zeigt, wohin sich die End-of-Line-Automatisierung entwickelt
Robotik live erleben: Beim KOCH Vorführtag 2026 informierten sich die Besucherinnen und Besucher direkt an den Anlagen über praxisnahe Automatisierungslösungen für Verpackungs-, Converting- und Produktionsprozesse. Der persönliche Austausch mit den Expertinnen und Experten von Koch Robotersysteme stand dabei im Mittelpunkt. (Quelle: KOCH Robotersysteme)

Wie entwickelt sich die Robotik in der Verpackungs- und Converting-Industrie weiter? Welche Technologien schaffen bereits heute einen Mehrwert in der Produktion – und welche Innovationen werden die Automatisierung in den kommenden Jahren prägen? Antworten auf diese Fragen lieferte der KOCH Vorführtag 2026, der Anfang Juli rund 60 Fachbesucherinnen und Fachbesucher nach Dernbach führte.

Im Mittelpunkt standen praxisnahe Live-Demonstrationen aktueller Robotersysteme sowie der erstmals veranstaltete Robotics Insights Talk, bei dem Experten von KOCH Robotersysteme, ABB und Kuka gemeinsam über Zukunftsthemen der industriellen Robotik diskutierten.

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Die Anforderungen an moderne Produktions- und Verpackungsprozesse steigen kontinuierlich. Kleinere Losgrößen, steigende Produktvielfalt, Fachkräftemangel und höhere Effizienzanforderungen verlangen nach flexiblen Automatisierungslösungen, die sich wirtschaftlich in bestehende Produktionsumgebungen integrieren lassen. Gerade in der End-of-Line-Automatisierung gewinnt deshalb die Verbindung aus intelligenter Robotik, anwendungsspezifischem Engineering und hoher Prozesssicherheit zunehmend an Bedeutung.

Wie unterschiedlich diese Anforderungen in der Praxis ausfallen, wurde während des Vorführtages eindrucksvoll sichtbar. Koch präsentierte mehrere Robotersysteme, deren Anwendungen direkt aus realisierten Kundenprojekten stammen. Die gezeigten Lösungen reichten vom Handling und Verpacken bis hin zum automatisierten Palettieren unterschiedlichster Gebinde – darunter Rollen, Hobbocks, Kartons und Säcke. Die Anwendungen repräsentierten verschiedene Branchen, darunter Druck und Converting, Chemie, Keramik und Lebensmittelindustrie.

Gerade diese Vielfalt verdeutlichte, dass moderne Robotik heute weit über standardisierte Pick-and-Place-Anwendungen hinausgeht. Unterschiedliche Produkteigenschaften, Verpackungsformen, Gewichte und Materialflüsse erfordern individuelle Automatisierungskonzepte, die exakt auf den jeweiligen Produktionsprozess abgestimmt sind. Entsprechend groß war das Interesse der Besucher, die Anlagen nicht nur im Betrieb zu beobachten, sondern technische Details unmittelbar mit Konstrukteuren, Projektleitern und Vertriebsspezialisten zu diskutieren.

„Unsere Vorführtage leben davon, dass unsere Kundschaft nicht nur die Technik sieht, sondern auch die Menschen dahinter kennenlernt“, erläutert Thomas Theis, Vertriebsleiter bei KOCH Robotersysteme. „Gerade komplexe Automatisierungsprojekte entstehen im engen Austausch zwischen Kunden, Engineering und Projektteam. Diese Zusammenarbeit lässt sich am besten dort vermitteln, wo die Anlagen tatsächlich laufen.“

Mit dem erstmals veranstalteten ROBOTICS INSIGHTS TALK ergänzte KOCH Robotersysteme den Vorführtag um ein Zukunftsformat. Gemeinsam mit Robotikexperten von ABB und KUKA wurden aktuelle Trends und Perspektiven der industriellen Automatisierung diskutiert
(Quelle: KOCH Robotersysteme)

Zukunftsthemen rücken stärker in den Fokus

Ergänzt wurde das Live-Programm erstmals durch den Robotics Insights Talk. Gemeinsam mit Robotikexperten von ABB und Kuka diskutierte Thomas Theis aktuelle Entwicklungen, die die industrielle Automation künftig maßgeblich beeinflussen dürften.

Im Mittelpunkt standen dabei Themen, die derzeit viele Unternehmen beschäftigen: der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz in Robotersystemen, autonome mobile Roboter für innerbetriebliche Materialflüsse sowie die Perspektiven humanoider Robotik im industriellen Umfeld. Anstatt technologische Visionen in den Vordergrund zu stellen, ordnete die Gesprächsrunde diese Entwicklungen anhand konkreter industrieller Anwendungsfelder ein und diskutierte sowohl Potenziale als auch aktuelle technische Grenzen.

„Die Live-Demonstrationen zeigen, was Robotik heute bereits zuverlässig leisten kann“, so Theis. „Mit dem Robotics Insights Talk wollten wir den Blick gleichzeitig nach vorne richten und aufzeigen, welche Technologien Unternehmen künftig beschäftigen werden. Innovation entsteht dort, wo funktionierende Praxis und technologische Weiterentwicklung zusammenkommen.“

Automatisierung wird zum Wettbewerbsfaktor

Der KOCH Vorführtag machte deutlich, dass Robotik heute zunehmend als integraler Bestandteil moderner Produktionsstrategien verstanden wird. Insbesondere in der Verpackungs- und Converting-Industrie gewinnen flexible Automatisierungslösungen an Bedeutung, die kurze Umrüstzeiten ermöglichen, unterschiedliche Produkte sicher handhaben und gleichzeitig den steigenden Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Prozessqualität gerecht werden.

Ebenso wichtig wie die eingesetzte Technik bleibt dabei das Engineering. Die Veranstaltung zeigte, dass erfolgreiche Automatisierungsprojekte nicht allein von leistungsfähigen Robotern abhängen, sondern vom Zusammenspiel aus intelligenter Anlagenplanung, individueller Prozessauslegung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit über alle Projektphasen hinweg.

Mit der Kombination aus Live-Anwendungen, technischem Austausch und Zukunftsdialog positionierte sich der KOCH Vorführtag 2026 als Plattform für praxisorientierten Wissenstransfer. Die Veranstaltung verband aktuelle industrielle Lösungen mit einem fundierten Blick auf die Entwicklungen, die die Robotik in Verpackung, Converting und End-of-Line-Automatisierung in den kommenden Jahren prägen werden.