Saica übernimmt zehn Produktionsstandorte in vier Ländern
EU genehmigt Übernahme von Thimm-Werken
von Ansgar Wessendorf,
Die Firmenzentrale von Thimm in Northeim
(Quelle: Thimm)
Die Europäische Kommission hat die Übernahme wesentlicher Produktionsstandorte der Thimm Group durch die Saica Group freigegeben. Die Transaktion umfasst neun Wellpappenwerke und ein Preprint-Werk in Deutschland, Polen, Tschechien und Rumänien.
Zehn Standorte wechseln zu Saica
Die kartellrechtliche Freigabe trat am 23. Juli 2026 in Kraft. Saica übernimmt die deutschen Wellpappenwerke in Alzey, Wolnzach, Eberswalde, Castrop-Rauxel und Northeim. Hinzu kommen die Werke in Tychy und Skarbimierz in Polen, Všetaty in Tschechien sowie Sibiu in Rumänien. Ebenfalls Teil der Transaktion ist das Preprint-Werk in Ilsenburg.
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Nach Angaben der spanischen Unternehmensgruppe erhöht sich ihre Produktionskapazität im Bereich Wellpappe durch die Akquisition um rund 1,2 Milliarden Quadratmeter. Zugleich wächst die Belegschaft um etwa 2.500 Mitarbeitende.
„Wir freuen uns sehr, das Team von Thimm in der Saica Group willkommen zu heißen. Sein Know-how und seine Kompetenzen genießen in der Branche hohe Anerkennung. Unsere Mitarbeitenden sind der entscheidende Erfolgsfaktor unseres Unternehmens, und wir sind überzeugt, dass das Thimm-Team einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung und zum Erfolg der Saica Group leisten wird“, erklärt Susana Alejandro, Präsidentin und CEO der Saica Group.
Ausbau in Mittel- und Osteuropa
Die Übernahme ist Teil der langfristigen Wachstumsstrategie von Saica. Mit den zusätzlichen Produktionskapazitäten und Standorten will das Unternehmen nach eigenen Angaben näher an seinen Kunden in Mittel- und Osteuropa agieren und sein Angebot an Verpackungslösungen erweitern. Die Transaktion gehört zu den Wachstumszielen des strategischen Entwicklungsplans „Saica 2025“.
Einordnung
Die Übernahme zeigt, wie stark sich der europäische Wellpappenmarkt derzeit konsolidiert. Für Saica ist dabei nicht allein der Kapazitätszuwachs entscheidend. Mit den ehemaligen Thimm-Werken verfügt die Gruppe nun über ein dichteres Produktionsnetz in Deutschland sowie einen erweiterten Zugang zu den Märkten in Mittel- und Osteuropa. Für Kunden und Lieferanten wird sich zeigen, wie Saica die Standorte in seine bestehenden Strukturen integriert und welche Auswirkungen die neue Größenordnung auf Wettbewerb, Beschaffung und Investitionen hat.